Stuhlinkontinenz ist kein exklusives Problem des Alters, beuge vor mit ACTICORE

Stuhlinkontinenz – Ein Leiden auf dem Vormarsch

Steigerung des Wohlbefindens bei Stuhlinkontinenz

 Dr. med. Christoph Paasch

Dr. med. Christoph Paasch
Oberarzt an der Oberhavel
Klinik Gransee


Stuhlinkontinenz bedeutet, dass die frühkindlich erworbene Fähigkeit den Stuhl ort- und zeitgerecht abzusetzen verlorengegangen ist. Unwillkürlicher Verlust von Darminhalt, das kann Luft, Darmschleim oder Stuhl sein, ist die Folge.

Stuhlinkontinenz ist hauptsächlich eine Erkrankung der älteren Menschen, da mit nachlassender Gewebeelastizität vor allem des Beckenbodens auch eine Schwächung des Schließmuskels eintreten kann. Eine individuelle Disposition, aber ebenso Erkrankungen des Darmes, speziell des Enddarmes, sowie Übergewicht fördern die Entwicklung einer Stuhlinkontinenz. Die Behandlung von Grunderkrankungen, die zur Stuhlinkontinenz führen können, ist zuerst erforderlich. Grundsätzlich beinhaltet die nicht-operative Behandlung der Stuhlinkontinenz eine Stuhlgangsregulierung und die Beckenbodengymnastik.

Stuhlgangsregulierung heißt einen „geschmeidigen Stuhl“ zu produzieren, der ohne Druck abgesetzt werden kann. Allerdings kann ganz im Gegensatz zu der meist erforderlichen Verdünnung des Stuhles, bei Durchfallerkrankungen eine Eindickung erforderlich werden.

Um eine Stuhlinkontinenz zu verbessern sind die physiotherapeutische Behandlung und das Trainieren des Beckenbodens von großer Bedeutung. Das Beckenbodentraining, nach seinem Erfinder Arnold H. Kegel (1894–1981), dient dazu, die Muskulatur des Beckenbodens zu trainieren. Dies ist wie bei jeder anderen Muskelgruppe möglich. Allerdings ist ein gezieltes Training der Beckenbodenmuskulatur für viele Menschen schwierig, weil es sich dabei um „unsichtbare“, im Körperinneren verborgene Muskeln handelt.

Dr. med. Christoph Paasch

Eine Stuhlinkontinenz ist gemäß Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Versagen der erlernten Fähigkeit, den Stuhlgang willentlich ort- und zeitgerecht abzusetzen. Erhebungen ergeben einen Anteil von 5% Betroffenen innerhalb der Bevölkerung der westlichen Industrienationen. Dabei treten unterschiedliche Ausprägungen auf.

  • Statistisch leiden bis zu fünf Mal mehr Frauen als Männer an einer Stuhlinkontinenz
  • Da die Wahrscheinlichkeit einer Stuhlinkontinenz mit dem Alter steigt, werden die Fallzahlen. aller Voraussicht nach aufgrund des demagogischen Wandels weiter zunehmen.
  • Stuhlinkontinenz kann in jedem Lebensalter auftreten, als anale Fehlbildung angeboren oder (in den meisten Fällen) später erworben. Dabei können mehrere Ursachen vorliegen

Stuhlinkontinenz: Längst nicht mehr nur Thema in Seniorenresidenzen

Rund fünf Prozent aller Deutschen leiden schätzungsweise an der medizinisch anorektale Inkontinenz genannten Stuhlinkontinenz. Die Symptomatik äußert sich darin, dass die Betroffenen den Defäkation genannten Vorgang der Stuhlausscheidung nicht oder zumindest nicht mehr vollständig selbst steuern können, was zu einem ungewollten Abgang von Stuhl führt.

Dabei gibt es verschiedene Ursachen für diese Symptomatik. Besonders bei älteren Menschen ist es in der Regel eine Schwäche des Schließmuskels, die zur Stuhlinkontinenz führt. Allerdings sind auch die so genannte Darmträgheit und das nicht unübliche Leiden einer Verstopfung häufig ursächlich.

Mit dem voranschreitenden demografischen Wandel sind immer mehr Menschen von einer Stuhlinkontinenz betroffen.

Stuhlinkontinenz kann jeden treffen, beuge vor mit ACTICORE

Ein Krankheitsbild, das früher stereotyper Weise vor allem mit den Bewohnern der Seniorenresidenzen verbunden war, weitet sich immer weiter aus.

(K)ein Grund zur Scham: Niemand redet gerne über Stuhlinkontinenz

Stuhlinkontinenz ist ein Tabuthema. Mit ACTICORE kannst du was tun

Es wird nicht überraschen, dass die meisten Betroffenen nur äußerst ungern über ihr Problem der Stuhlinkontinenz sprechen. Weder mit Freunden und Familien noch mit Ärztinnen und Ärzten. Die Schwelle der Scham ist hoch. Dabei gibt es wirksame Wege aus der Stuhlinkontinenz heraus. Sowohl ein regelmäßiges Beckenbodentraining als auch verschiedene Medikamente sind wirksame Mittel gegen das Leiden.

Wenn weder die Aktivierung der Beckenbodenmuskeln noch Medikamente helfen, kann eine Operation als letztes Mittel infrage kommen, um das Leiden zu lindern oder im besten Fall zu beenden. Bis dahin ist es keine Schande, auf Mittel wie Windeln, Einlagen oder spezielle Bett-Unterlagen aus der Apotheke zurückzugreifen.

Verschiedene Gründe, ein Leiden – die Stuhlinkontinenz hat viele Ursachen

Auch wenn die Wahrscheinlichkeit einer Stuhlinkontinenz mit fortschreitendem Alter steigt, kann die anorektale Inkontinenz in jedem Lebensabschnitt vorkommen. Ob angeboren oder als Ergebnis analer Fehlbildungen – die Krankheit hat viele Ursachen. Dabei treten durchaus auch Mischformen auf. Die üblichsten Formen sind laut dem Ärzteblatt eine sensorische, muskuläre oder neurogene Stuhlinkontinenz, eine gestörte Reservoirfunktion sowie eine funktionelle oder idiopathische Stuhlinkontinenz.

Dabei liegen die Ursachen in verschiedenen Bereichen. Die sensorische Stuhlinkontinenz hat ihre Gründe im Verlust analer Empfindungen, zumeist als Folge von Operationen. Die muskuläre Stuhlinkontinenz ist in der Regel bedingt durch Sphinkterdefekte (also Defekte der Verschlussmuskeln) oder durch eine Insuffizienz des Beckenbodens. Nicht selten tritt diese Form auch nach einer Schwangerschaft auf und ist durch ein regelmäßiges Training des Beckenbodens gut behandelbar.

Es gibt viele Gründe für Stuhlinkontinenz. Und mit ACTICORE einen Weg dagegen

Die neurogene Stuhlinkontinenz ist bedingt durch Schwächen des Nervensystems (sowohl zentral als auch peripher), wohingegen eine gestörte Reservoirfunktion vor allem in chronisch entzündlichen Darmerkrankungen ihre Ursache findet. Eine funktionelle Stuhlinkontinenz ist durch Verstopfungen des Darms begründet und äußert sich in einer analen Überlaufinkontinenz. Einen Sonderfall stellt die idiopathische Stuhlinkontinenz dar, hier sind die Ursachen nicht klar zu erkennen.

Es gibt immer Mittel und Wege – eine Stuhlinkontinez ist oft heilbar

Gesundes Essen hilft gegen Stuhlinkontinenz. ACTICORE ebenfalls

Die gute Nachricht: Eine Stuhlinkontinenz ist kein Urteil, sondern oft heilbar. Der erfolgsversprechendste Weg das Leiden zu überwinden ist ein konsequentes und regelmäßiges Training des Beckenbodens.

Denn die Ursache für das Krankheitsbild liegt häufig in einer Beckenbodenschwäche. Mit einem aktiven Training der Beckenbodenmuskulatur wird das den Darm Halt gebende Muskelgeflecht des Beckenbodens gestärkt, was dazu führt, dass die Schließmuskulatur unterstützt wird.

Darüber hinaus ist eine darmfreundliche Ernährung ein Schlüssel. Eine Umstellung auf eine ballaststoffreiche Ernährung kann helfen, eine Stuhlinkontinenz wirksam einzudämmen. Vor allem Obst und Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkorn sollten den Speiseplan sinnvoll ergänzen. Wichtig dabei ist, dass die Ernährung nicht von heute auf morgen umgestellt wird. Der richtige Weg besteht viel mehr darin, die Ernährung behutsam und planvoll – am besten in Absprache mit einer Ärztin oder einem Arzt – umzustellen.

Wenn alles nicht hilft: Medikamente und die Operation als letzte Mittel aus der Stuhlinkontinenz

Sogenannte Motilitätshemmer können helfen, die Darmtätigkeit zu verlangsamen und somit einem unkontrollierten und ungewollten Stuhlabgang vorzubeugen. Auch kann die vertrauensvolle Absprache mit der Hausärztin oder dem Hausarzt in die Einnahme von Medikamenten münden, welche - ähnlich wie die ballaststoffreiche Ernährung – den Darminhalt festigen.

Das letzte Mittel der Wahl sollte immer eine Operation sein. Wenn alle konservativen Behandlungsmethoden nicht zur erwünschten Besserung führen, kann ein chirurgischer Eingriff zur Linderung führen. In den meisten Fällen wird per operativem Eingriff die Funktion des Schließmuskels wiederhergestellt. In einigen Fällen kann ein Implantat dessen Funktion sogar ersetzen. Sollten diese Möglichkeiten ausgeschlossen sein, kann eine Stuhlinkontinenz per künstlichem Darmausgang umgangen werden.

Eine weitere Variante zur Behandlung der Stuhlinkontinenz ist eine Radiofrequenztherapie, namentlich die Secca-Therapie. Das Gewebe wird hierbei mittels eines Endoskops, welches in den Darm eingeführt wird, gestärkt. Nach wenigen Wochen sind bei den meisten Betroffenen Verbesserungen zu verzeichnen.

Eine OP ist das letzte Mittel gegen Stuhlinkontinenz. ACTICORE kann sie verhindern

Allen Therapieformen ist gemein, dass eine Stuhlinkontinenz wirksam zurückgedrängt und in vielen Fällen gänzlich ausgeschlossen werden kann.

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Wichtige Rückbildungsgymnastik nach der Schwangerschaft: Inkontinenz ist kein Urteil – du hast es in der Hand!

Wie du nun weißt, musst du dich mit einer geburtsbedingten Inkontinenz nicht einfach abfinden. Obwohl sie absolut natürlich und keine Schande ist, kannst du ihr leicht entgegenwirken, indem du deinem Beckenboden dabei hilfst, seine Arbeit aufzunehmen. Das Beste daran: Du kannst Inkontinenz-Erscheinungen damit nicht nur abmildern, sondern komplett abstellen. ACTICORE1 hilft dir dabei mit deinem ganz auf dich zugeschnittenen und spielerischen Programm.

Wie ein Personal Coach stimmt ACTICORE1 dabei deinen Trainingsplan mit deinem eigenen Fortschritt ab und hilft dir, deinen Alltag wieder stressfrei und ohne Angst vor unangenehmen Situationen zu gestalten.

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